Bienen

Die Bienen sind eine Insektengruppe, in der mehrere Familien der Hautflügler (Hymenoptera) zusammengefasst werden. Umgangssprachlich wird der Begriff "Biene" meist auf eine einzelne Art, die "Westliche Honigbiene" (Apis mellifica) reduziert, die wegen ihrer Bedeutung als staatenbildender Honigproduzent, aber auch wegen ihrer Wehrhaftigkeit besondere Aufmerksamkeit erfährt. Dabei handelt es sich bei den "Bienen" um eine recht große Gruppe mit sehr unterschiedlichen Arten. Viele davon, vor allem die solitär lebenden, werden unter dem Begriff "Wildbienen" zusammengefasst. Die "Westliche Honigbiene" unterscheidet sich einmal in ihrem Aussehen und Verhalten, aber auch durch ihr sehr großes Verbreitungsgebiet mit seinen geographischen und klimatischen Besonderheiten die sich so herausgebildet haben. 

Die Italienerbiene (Apis mellifica ligustica), die auf der Apenninenhalbinsel beheimatet ist, zeigt auffallende gelbe Hinterleibsringe. Die in Nord- und Nordosteuropa lebende "Nordbiene" (Apis mellifica mellifica), eine gegen lange, harte Winter widerstandsfähige und sehr dunkel wirkende Rasse. Darüber hinaus sind die "Kaukasische Biene" (Apis mellifica caucasica) die in den Länderen der Russische Föderation (Sowjetunion) heimisch ist. In Mitteleuropa ist die "Kärtner Biene" auch kurz "Carnica-Biene" genannt, aufgrund vieler positiver Eigenschaften weit verbreitet und wird als "Wirtschaftsbiene" genutzt und züchterisch bearbeitet.

Schauen Sie sich die nachfolgende Fotos einmal genauer an, und vergleichen den Körperbau, die Flügel, die Farben der Tiere. Vielleicht können Sie die beschriebene unterschiede erkennen. Viel Spaß.

                                                                                       Fotos: Tadeja Zajec, Hilden                                     +++                                 Foto: Inge Wiesner, Rüsselsheim

Blaue Holzbiene

Knapp 3 cm groß, blauschwarz glänzend, dunkel behaart, ist sie die Größte heimische Bienenart. Ihr Lebenraum ist eigentlich das sonnige Ödland, wie offensichtlich unsere Streuobstwiese auf der Erslache in Bauschheim. Ihr eigentliches Verbreitungsgebiet ist eher das südliche Mitteleuropa bzw. der Mittelmeerraum. Ihre inselartige Verbreitung in unseren Region ist zwar bekannt, jedoch in Mitteleuropa eher selten. Die Art ist auf Grund ihres Wärmeanspruchs in Kombination mit geeigneten Nistmöglichkeiten in Deutschland in der Roten Liste gefährderter Arten auf der Vorwarnliste geführt (Kategorie V). Ist ihr Vorkommen in Bauschheim - auch in Bischhofsheim wurde sie schon gesehen - eine Auswirkung der Klimaerwärmung? Wir - der NVB - können natürlich keinen wissenschaftlichen Beweis erbringen, sondern nur eine Feststellung treffen.

   

Quelle/Fotos: Günther Waldecker / NVB-Kräutergarten Sommer 2019 / Literatur: Naturführer

Mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen beißt die weibliche Holzbiene in einen dürren Ast oder auch in Balken und Pfähle bis zu 30 cm lange Gänge, die in 15 Kammern aufgeteilt sind. In diese Kammern tragen sie so lange Pollen ein, bis sie randvoll sind. Zuletzt legen sie ein Ei hinhein. Dieser Wildbienenart kann man nicht mit einen "Insektenhotel" dienlich sein.