Libellen

Die Gemeine Heidelibelle ist eine Libellenart aus der Familie der Segellibellen Unterordnung der Großlibellen. Es handelt sich dabei um eine mittelgroße Libelle mit einer Flügelspannweite von 5 bis maximal 6,5 Zentimetern. Die Gemeine Heidelibelle ist in den Monaten Juli bis November an stehenden Gewässern aller Art anzutreffen, darunter auch Kleingewässer und Gartenteiche wie auf unserer kleinen Streuobstwiese.
 
     
Der Hinterleib beim Weibchen ist gelb, beim Männchen karminrot. Durch den ausgewählten Platz, von der Abendsonne angestrahlt, wirkt die Libelle "Goldfarben" und erschwert eine korrekte Artenbestimmung. Insofern könnte unsere Artenzuordnung fehlerhaft sein!  
 
Plattbauchlibelle
Mit großer Begeisterung und Freude haben wir heute im NVB Kräutergarten diese Libelle endeckt (Siehe Foto’s), die wir im ersten Moment einmal als Hornisse von weitem bestimmten. Dies war aber nicht der Fall! Es handelte sich um:

  Quelle/Foto: www.insektenbox.de / Günther Waldecker

Der Plattbauch (Libellula depressa) ist eine Libellenart der Familie der Segellibellen mit einem auffällig breiten, abgeflachten, etwas plump wirkenden Körper. Reife Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt. Die Hinterleibe sind sehr breit und abgeflacht, beim Männchen blau bereift, beim Weibchen braun mit gelben Seitenflecken. Die Flügelbasis sind jeweils mit großen, dunkelen Flecken versehen. Sie bilden und verteidigen ihr Revier gegenüber Artgenossen und suchen gleichzeitig Weibchen für die Paarung.
Die Weibchen legen nach der Paarung ihre Eier alleine ab, indem sie über der Wasseroberfläche fliegen und mehrmals mehrere, etwa 0,5 mm große Eier entlässt. Fakt ist, dass die Entwicklung der Larve meist 2 Jahre dauert. Die ausgewachsene Larve verläßt das Wasser und klammert sich an einer Wasserpflanze an. Nach einiger Zeit platzt die Haut und die Imago schlüpft aus.
Plattbäuche sind exzellente Flieger und können sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen. Auch ihr Sehvermögen ist sehr gut ausgebildet. Sie ernähren sich von im Flug gefangenen Insekten, die sie mit ihren Beinen festhalten und auch diese im Flug auffressen. Sie sind Ansitzjäger, das heißt, dass sie auf exponierte Stellen auf Beute lauern.
Die Art ist ein „Pionierbesiedler“ vegetationsarmer, besonnter Tümpel mit lehmigen oder sandig-kiesigen Ufern. Ist sie „das weibliche Exemplar“ aus unserem Teich erwachsen oder aus den in der Nähe vorhandenen Himmelsteichen, die das Umweltamt hat anlegen lassen?
Im Jahr 2001 wurde sie in Deutschland zum Insekt des Jahres gewählt.
 
Großer Blaupfeil
Der Große Blaupfeil wird wie die Plattbauchlibelle in die Familie der Segellibellen eingeortnet. Das Aussehen der Libelle an der Brust ist eher olivbraun bis gelblich zu bestimmem. Bei alten Männchen sind das 2.-7.Segment dicht blau bereift. Beim Weibchen ist der Hinterleib gelb gefärbt mit zwei schwarzen Längsbinden.
  Quelle/Foto: www.insektenbox.de / Günther Waldecker
 
Flügelbasis und Flügelvorderrand bis zum Knoten häufig gelb gefärbt. Schwache blaue Bereifung kann auch bei älteren Weibchen auftreten. Die Flügelspannweite kann zwischen 75-90 mm betragen. Nach der Paarung legt das Weibchen jeweils etwa 20-30 Eier durch Schlagen auf den Wasserspiegel ab. Nach 2-3 Wochen schlüpfen die Larven. Sie leben vor allem an schlammigen und krautigen Stellen am Ufer von Seen und Teichen Sie überwintern zweimal. Ab Ende Mai schlüpfen die Libellen und fliegen bis Mitte September. Räuberisch lebend, stellen die Libellen ihre Ernährung durch andere Insekten sicher. Der Große Blaupfeil kommt in ganz Europ, Nordafrika und Vorderasien vor.