Kleewidderchen

Das Hornklee-Widderchen, auch Klee-Widderchen genannt, ist ein Schmetterling aus der Familie der Widderchen. Es bildet zusammen mit dem Sumpfhornklee-Widderchen ein Artenpaar. Die Vorderflügel der Männchen haben eine schwarze Grundfarbe mit einem kräftigen bläulichen oder blaugrünlichen Schimmer und sind mit fünf Flecken gezeichnet. Fleck 3 ist dabei kleiner als Fleck 4. Die Flecke der Vorderflügel und die Hinterflügel sind kaminrot bis zinnoberrot gefärbt. Die Flecke 3 und 4 sind häufig zusammengelaufen.

    

Die Weibchen legen die Eier im Juli in einschichtigen Gelegen an der Unterseite von Blättern der Futterpflanzen oder an Pflanzen, die in unmittelbarer Nähe zu diesen wachsen ab. Die Eier sind fahlgelb. Sie fressen bis zum Spätsommer, überwintern, und setzen die Entwicklung im folgenden Jahr fort. Ende Mai sind die Raupen ausgewachsen. Noch nicht erwachsene Raupen überwintern ein zweites Mal. Sie saugen bevorzugt an blauvioletten Blüten wie beispielsweise an Acker-Witwenblume, Tauben-Skabiose, Wiesen-Flockenblume, Rispen-Flockenblume, Acker-Kratz-Distel, Knolliger Kratzdiestel und Ringdisteln. Pro Jahr entwickelt sich eine Generation. Raupen und Puppen sind gelegentlich von Raupenfliegen und Brackwespenarten parasitiert.

Quelle/Text wikipedia / Foto 1+2: Günther Waldecker, 3 Raupe wikipedia

Lindenschwärmer

Der Lindenschwärmer (Mimas tiliae) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Schwärmer. Die Raupen des Lindenschwärmers fressen die Blätter verschiedener Laubbäume, die Falter nehmen keine Nahrung mehr auf. Die mittelgroße Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und häufig.Die Falter erreichen dennoch eine Flügelspannweite von 60 bis 80 Millimetern. Obwohl die Färbung der Tiere sehr variabel ist und sich auch Männchen und Weibchen unterscheiden, ist die Art in ihrem Verbreitungsgebiet unverwechselbar. Die Grundfarbe der Tiere ist fuchsrot, braun, grau, gelb oder grün. Die Vorderflügel der Weibchen sind meist bräunlich, die der Männchen gehen deutlich ins Grünliche.

Möglicherweise handelt sich bei diesem Exemplar um ein weiblichen Schwärmer.

Die Schwärmer schlüpfen morgens und ruhen sich zunächst an den Ästen der Nahrungspflanzen aus, um ihre Flügel voll zu entfalten. Danach fliegen die meisten Falter in das Blattwerk, zwischen dem auch die Paarung stattfindet. Wie bei Schwärmern üblich ist dabei das Männchen mit dem Körper in entgegengesetzter Richtung am Hinterleib des Weibchens angekoppelt. Die Paarung kann bis zu 20 Stunden dauern, anschließend lässt sich das Männchen auf den Boden fallen und fliegt bei Sonnenuntergang davon. Das Weibchen fliegt kurz nach Sonnenuntergang und beginnt sofort mit der Eiablage. Die Falter fliegen nur für kurze Zeit, sodass sie etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang kaum noch beobachtet werden können. Wegen ihres zurückgebildeten Saugrüssels können sie keine Nahrung aufnehmen und fliegen daher keine Blüten an. Männchen werden stark durch Lichtquellen und unbegattete Weibchen angelockt. 

Quelle(n): Foto: Günther Waldecker / Text: www.insektenbox.de Wikipedia

 

 

Landkärtchen

Innerhalb des mitteleuropäischen Verbreitungsgebietes unterliegt das Landkärtchen -ein Edelfalter- auffälligen zeitlichen und räumlichen Schwankungen in der Populationsstärke. Außerdem befindet es sich in einer Phase nördlich gerichteter Ausbreitung, z. B. in die baltischen Staaten, nach Finnland und Schweden. Die Grundfarbe seiner Flügel ist gelb-beige mit einem System von schwarzen Binden und Flecken. Am Vorderflügelvorderrand wird der Grundfarbton aufgehellt und geht in gelblichweiße Flecken über. Die Flügelränder der Hinterflügel sind gewellt. Entlang der Saumlinie verläuft eine blaue Fleckenreihe. Die Flügelunterseite ist mit einem feinem Gittermuster ähnlich einer Landkarte gezeichnet, woher der Schmetterling seinen deutschen Namen hat.

Seine Flügelspannweite beträgt ca. 28 - 40 mm. Die Falter der Sommergeneration sind größer als die der Frühjahrsgeneration. In beiden Generationen sind die Weibchen im Mittel 3 mm größer als die Männchen. Das Landkärtchen überwintert in Deutschland als Puppe, aus der etwa im April der Schmetterling Frühjahrsgeneration schlüpft. Die Männchen verlassen einige Tage früher als die weiblichen Falter die Puppenhülle. Nach der Kopulation legt das Weibchen die Eier an die oberen Blätter von im Halbschatten stehenden Brennesseln ab. Etwa 8 - 10 grüne Eier sind zu einer Schnur verbunden. Etwa 10 Tage nach der Eiablage schlüpfen die Raupen. Die Eischale bildet die erste Nahrung. Die Raupen sind schwarz gefärbt und mit zahlreichen ebenso dunkel gefärbten Dornen besetzt, davon sitzen zwei direkt an der Kopfkapsel. Nach etwa 18 Tagen verwandelt sich die Raupe in eine etwa 15 mm große Puppe. Nach 2 - 3 Wochen schlüpfen die Schmetterlinge der Sommergeneration. Diese Generation im Hochsommer hat ein unterschiedliches Aussehen: die Flügel sind weniger farbenfroh. Diesen Effekt nennt man Saisondimorphismus.  

                         Die schwarze Raupe                              Frühjahrsgeneration                                      Oberseite Sommergeneration Unterseite
Dieser Landkärtchen-Kadaver haben wir unter dem Glasgewölbe in der Straße Am Weinfaß im Haus 55 gefunden. Dieses Glasdach ist regelrecht eine Insektenfalle und fordert im jeder Saison ungezählte Opfer. Das ist die eine Seite einer Tatsache. Zu beobachten ist aber auch, das vorwiegend Kohlmeisen versuchen, die Insekten für ihre Brut abzusammeln.
Quelle: Foto: Günther Waldecker / Text: Teilweise aus http://www.insektenbox.de

Russischer Bär

Der "Russische Bär" auch Spanische Flagge genannt, ist nicht häufig. In nördlicher Richtung endet sein Verbreitungsgebiet im Harz. Insofern ist es schon erstaunlich, das man ihn in der Bauschheimer Gemarkung antreffen kann. Der Nachtfalter bevorzugt felsiges, kalkiges Gelände, wie den alten Bauschheimer Kalksandsteinbruch, aber auch noch vielen anderen Faktoren. Wo Sommerflieder oder Wasserdorst blüht, ist der Russische Bär Stammgast. Gerne sonnt sich der äüßerst ruhige Falter an hellen Wänden. So ist auch das nachfolgende Foto an einem Badfenster entstanden. Es ist ein Schmetterling der zur Gruppe der Nachtfalter zählt und weiter aus der Unterfamilie der Bärenspinner. Seine Flügelspannweite kann bis zu 52 Milimeter betragen. Der Falter hat schwarzblaue Vorderflügel mit weißen oder gelblichen Streifen. Die Vorderflügel bilden an den Flügelspitzen ein markantes "V". Die orangen Hinterflügel haben drei bis vier schwarzen Flecken. Eine solche Besonderheiten der Natur findet man (noch) in der Bauschheimer Gemarkung, wenn wir dies es zu lassen.

                                                                                       Der Falter                                  Wasserdorst in der Blüte und verblüter Wasserdorst

Quelle(n): Foto: Ahmad Alkter / Text: Teilweise aus Wikipedia

Gammaeule (Pistoleneule)

Bei der Gammaeule handelt es sich um einen mittelgroßen Falter. Er ist grau bis braun gefärbt und besitzt eine charakterische Zeichnung auf den Vorderflügeln, die dem Gamma aus dem griechischen Alphabet ähnelt und von dem sich der Name ableitet. Im deutschsprachigen Raum und in Mitteleuropa kann man den Falter auch in Städten, in Gärten und an Balkonblumen beobachtet werden.

Pro Jahr bilden sich zwei oder mehrere Generationen aus. Die Falter können je nach Witterung von Ende Februar bis Anfang Dezember auftreten. Die Gammaeule ist ein klassischer Wanderfalter, der in Deutschland weit verbreitet ist. Durch seine Tag- und Nachtaktivität zählt er zu den bekanntesten Nachtfalterarten überhaupt. Die Raupen der Gammaeule ernährt sich von vielen verschiedenen Pflanzenarten was man "polyphag" bezeichnet. Aber auch die Brennnessel oder der Lowenzahn zählen dazu. Zu den Fressfeiden zählen Stare und Krähen sowie das Graue Langohr (Fledermaus).

                                                                                                                           Das abspielen der Mediendatei ist aus technischen gründen derzeit nicht möglich.

Gelegentlich kommt es zu Massenvermehrungen, zuletzt in Süddeutschland 1991, 1987, 1982, 1975. Wie viele andere Nachtfalter werden sie von künstlichen Lichtquellen angelockt, so auch von Flutlichtanlagen. Menschlicher Schweiß wirkt förmlich anziehend auf die Falter was beim Endspiel der Fußball-Europameisterschaft 2016 dazu führte, dass es im Stade de France von Gammaeulen wimmelte und sich eine von ihnen vor laufenden Kameras im verschwitzen Gesicht des verletzten portugiesischen Stürmers Cristiano Ronaldo niederließ.

Quelle: Foto: Günther Waldecker / Text: Teilweise Wikipedia

Aurorafalter

In den Monaten April und Mai sieht man ihn in der Bauschheimer Gemarkung. Der Aurorafalter ist der hübscheste Weißling Mitteleuropas. Die Grundfarbe der Flügel ist weiß. In der Mitte des Vorderflügels befindet sich ein schwarzer Fleck, der beim Männchen (siehe Foto) kleiner ist. Das Männchen trägt an der Vorderflügelspitze einen großen orange-farbenen Fleck. Das Weibchen ist an der Vorderflügelspitze nur schwarz und kann leicht mit einem Kohlweißling verwechselt werden. Die Unterscheidung erfolgt dann anhand der Hinterflügelunterseite, die bei beiden Geschlechtern eine unregelmäßige gelblich-schmutziggrüne und weiße Fleckzeichnung aufweist. Beim Männchen ist die Orangefärbung der Vorderflügeloberseite auch auf der Unterseite zu sehen.

   

           Männchen Oberseite                         Männchen Unterseite                            Raupe Foto commons.wikimedia.org

Die Aurorafalter sind im gesamten Europa und im Mittleren Osten weit verbreitet. In Asien kommen sie in gemäßigten Klimabereichen bis Japan vor. Sie leben auf mageren und trockenen Wiesenbereichen oder auch auf Feuchtwiesen, sowie in lichten und feuchten Wäldern. Sie sind fast überall häufig. Im Mai heftet das Weibchen ein Ei, selten auch mehrere, an die Blütenstiele der Raupenfutterpflanzen ab. Das spindelförmige Ei ist anfangs weiß, später rot. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Raupen, um sich bevorzugt von den Blüten und Fruchtständen (Schoten) der Kreuzblütler zu ernähren. Sie sind strikte Einzelgänger und meiden die Gesellschaft von Artgenossen. Die Raupen sind aufgrund ihrer Färbung nur schwer zu entdecken. Nach etwa fünf Wochen ist die Fress- und Wachstumsphase abgeschlossen. Die Raupe sucht sich nun eine geeignete Unterlage in Bodennähe, meist am Pflanzenstängel ihrer Nahrungspflanze. Dort verpuppt sie sich zu einer bald graubraunen Gürtelpuppe. Diese wirkt holzartig, ist schmal und hat ein sichelförmig ausgezogenes Kopfende, durch das sie wie ein Pflanzendorn erscheint. Die Puppe überwintert, der Falter schlüpft nach einer zehnmonatigen Puppenruhe in der ersten Wärmeperiode im darauffolgenden Jahr. Die bevorzugten Raupennahrungspflanzen des Aurorafalters sind das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) und die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata). Weitere Nahrungspflanzen sind Arten der Kreuzblütler (Brassicaceae), beispielsweise Einjähriges Silberblatt (Lunaria annua) oder Gewöhnliche Nachtviole (Hesperis matronalis).

Quelle: Textauszug Wikiepedia

C-Falter

Heute möchten wir Ihnen ein Tagfalter vorstellen, den man auf den ersten Augenblick auch als "Distelfalter" oder als Kleiner bzw. "Großer Perlmutterfalter" bestimmt oder erkennen könnte. Der C-Falter (Polygonia c-album) ist ein Schmetterling aus der Familie der Edelfalter. Entdeckt haben wir ihn am 26.03.2017 am Regenüberlauf am Beinegraben an der Bauschheimer Kläranlage.

      Die Flügel sind sehr variabel gefärbt. Sie haben orange gefärbte Oberseiten, die mit einem schwarzen, braunen und gelben Fleckmuster gezeichnet sind. Die Flügelunterseiten sind dunkelbraun, hellbraun, grau oder gelblich gefärbt. Auffällig ist hier die weiße, C-ähnliche Zeichnung, die dem Falter seinen Namen gab. Sie leben oft an Waldwegen und -rändern. Sie sind deutlich an bestimmte Wälder und Gebüsche gebunden. Besonders bevorzugt werden auch südexponierte Salweiden-, Hasel- und Ulmengebüsche. In Gärten benutzen die Falter gern Beerensträucher wie Stachel- und Johannisbeere und nektarreiche Gartenblumen wie den Sommerflieder als Nektarpflanzen. Im Hochsommer saugen die Falter auch gern an Fallobst. Im Frühjahr kann man die Falter an blühenden Weidenkätzchen zu beobachten. Noch gibt es in der Bauschheimer Gemarkung ausreichende Lebensräume; noch!